Ozeane der Welt

Die Meere und Ozeane der Welt machen den weitaus größten Teil der Erdoberfläche aus. Mehr als 70 % des Globus sind mit Salzwasser bedeckt, was ungefähr 361 Millionen Quadratkilometern entspricht. Diese riesigen Flächen enthalten ca. 97 % des gesamten Wassers der Erde.

Das Salzwasser in den Ozeanen war und ist von immenser Bedeutung für das Leben auf der Erde. So ist zum einen das Leben sehr wahrscheinlich in den Ozeanen entstanden. Zum anderen hat sich auch die weitere Entwicklung des Lebens zum größten Teil in den Ozeanen der Welt abgespielt.

Ebenso ist der für das Leben so wichtige Sauerstoff über viele Millionen von Jahren durch Mikroorganismen in den Ozeanen gebildet worden. Und auch heute noch wird der weitaus größte Teil des Sauerstoffs nicht von Pflanzen und Bäumen auf dem Land, sondern von den Cyanobakterien und Kieselalgen in den Ozeanen und Meeren der Welt produziert.

Die Wissenschaft hat in den letzten Jahrhunderten und Jahrzehnten viele interessante und wichtige Informationen und Zusammenhänge über die Ozeane der Welt entdeckt und erforscht. Dennoch gelten ungefähr 80 Prozent der Flächen und Tiefen der Ozeane als unerforscht.

In den Ozeanen stecken also noch viele Geheimnisse. Deren Erforschung kann unser Wissen darüber, wie der Planet Erde funktioniert, entscheidend erweitern. Was ist über die Ozeane der Welt bereits bekannt? Und wo gibt es noch Unbekanntes und Unentdecktes?

In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Daten und Fakten zum Thema Meere und Ozeane der Welt zusammen. Dabei gehen wir vor allem auch auf die Bedeutung der Ozeane für die Menschen sowie für das Leben und das Klima auf der Erde ein.

Man unterteilt geographisch die gesamte Ozeanfläche der Erde in 5 Ozeane:

  • Atlantischer Ozean
  • Pazifischer Ozean
  • Indischer Ozean
  • Arktischer Ozen
  • Antarktischer Ozean

Die 5 Ozeane sind aber nicht wirklich voneinander getrennt, sondern bilden eine zusammenhängende Wasserfläche. Gewaltige Strömungen, sowohl an der Oberfläche als auch in den verschiedenen Tiefen des Meeres, tauschen ständig riesige Wassermassen zwischen den 5 Ozeanen aus.

Diese Meeresströmungen bilden ein Zirkulationssystem, welches ähnlich einem Förderband für den stetigen Transport von Wassermassen um die ganze Erde sorgt.

Die meisten Menschen leben auf dem Land. Doch ohne das Wasser und die Ozeane würde es sehr wahrscheinlich kein Leben auf der Erde geben. Nicht nur für die Entstehung des Lebens waren die Ozeane wichtig. Auch heute bilden die Meere und Ozeane der Welt die Grundlage dafür, dass Leben auf der Erde existieren kann.

Wir fassen im Folgenden in einem kurzen Überblick zusammen, wie wichtig die Wasserflächen der Ozeane und Meere für das Leben, das Klima und den Menschen sind.

Bedeutung der Ozeane für das Leben

Zu den größten Rätseln der Wissenschaft gehört die Frage, wie das Leben auf der Erde entstanden ist. Es gilt jedoch als ziemlich sicher, dass Wasser dabei eine große Rolle spielte. Ein Hinweis hierauf ist auch, dass die frühesten Fossilfunde jeweils Organismen sind, die im Meer oder sehr nahe den Wasserflächen der Ozeane gelebt haben.

Auch die weitere Entwicklung des Lebens, also die Evolution der Lebewesen von den ersten Mikroorganismen über die ersten Vielzeller, Tiere, und Pflanzen bis zu den Säugetieren, Primaten und Menschen erfolgte in wesentlichen Teilen, nämlich über mehr als 3 Milliarden Jahre, im Wasser der Ozeane.

Die Lebewesen in den Ozeanen und Meeren machen auch heute noch den weitaus größten Teil der gesamten Biomasse der Erde aus.

Bedeutung der Ozeane für das Klima

Das Salzwasser in den Ozeanen ist auch von entscheidender Bedeutung für das Klimasystem. Wasser ist ein sehr guter Wärmespeicher. Die Wassermassen der Meere nehmen etwa 90 Prozent der zusätzlichen Wärmeenergie des von Menschen verursachten Treibhauseffekts auf.

Salzwasser und Frischwasser bilden zusammen die Hydrosphäre, welche vor allem mit der Atmosphäre, aber auch mit der Lithosphäre und der Biosphäre in Wechselwirkung steht.

Die von den Ozeanen gespeicherte Wärme wird erst über viele Jahrzehnte an die Atmosphäre und die anderen Sphären abgegeben. Damit funktionieren die Ozeane als ein wichtiger Dämpfer, welcher die Folgen des Treibhauseffekts verzögert.

Bedeutung der Ozeane für den Menschen

Die Küstengebiete der Meere waren für die meisten unserer Vorfahren der Gattung Mensch die Lebensgrundlage. Als die verschiedenen Menschenarten von Afrika in die anderen Kontinente der Welt wanderten, haben sie sich vor allem entlang den Küstengebieten ausgebreitet.

Die ersten Städte, Siedlungen und Zivilisationen entstanden entweder in Regionen nahe der Küste oder in Gegenden, die nahe einer Flussmündung waren.
Auch heute noch stellen die Ozeane und Meere der Welt eine der wichtigsten Nahrungsquellen für die Menschheit insgesamt dar.