
Planeten Uranus und Neptun
Uranus und Neptun sind die beiden äußersten Planeten im Sonnensystem. Mit einem Abstand von 2,87 Milliarden Kilometern ist Uranus fast 20-mal so weit entfernt von der Sonne wie die Erde (149,6 Millionen km). Und Neptun ist mit einem Abstand von 4,49 Milliarden Kilometern fast 30-mal so weit entfernt vom Zentrum des Sonnensystems.
Die Abstände der beiden äußersten Planeten zur Sonne sind so groß, dass auf Uranus und Neptun jeweils Temperaturen von weit unter 0 Grad Celsius herrschen. Uranus, der siebte Planet im Sonnensystem, hat eine mittlere Oberflächentemperatur von – 197 Grad Celsius (76,15 Kelvin). Und Neptun, der achte Planet, ist mit – 201 Grad Celsius noch etwas kälter.
Uranus und Neptun sind nach den Gasriesen Jupiter und Saturn die dritt- und viertgrößten Planten im Sonnensystem. Die Planeten haben einen ähnlichen Durchmesser von 50.532 km bzw. 49.105 km, was ungefähr das 4-fache des Durchmessers des Erde ist (12.756 km).
Aufgrund der Größe und der niedrigen Temperaturen werden sie zusammen auch als Eisgiganten oder Eisriesen bezeichnet.
Uranus und Neptun sind auch die Planeten, die bisher nur durch eine einzige Raumfahrtmission aus der Nähe erkundet werden konnten. Die Raumsonde Voyager 2 flog im Januar 1986 am Uranus und im August 1989 am Neptun vorbei.
Zu beiden Planeten hat Voyager 2 viele neue Entdeckungen gemacht. Unter anderem hat die Raumsonde mehrere bis dahin unentdeckte Monde und Ringsysteme der beiden äußersten Planeten erforscht.
Dennoch sind Uranus und Neptun die am wenigsten durch Raumfahrtmissionen untersuchten Planeten im Sonnensystem. Und dies wird sich auf absehbare Zeit nicht so schnell ändern. Die nächste geplante Raumfahrtmission zu den Eisgiganten startet frühestens im Jahr 2031 und benötigt für den Flug etwa 15 Jahre.
Die Erforschung von Uranus und Neptun erfolgt deshalb hauptsächlich mit Bodenteleskopen und Weltraumteleskopen. Hier sind vor allem das Hubble Teleskop und das James Webb Weltraumteleskop zu nennen, welche die beiden Planeten in verschiedenen Spektralbereichen der Elektromagnetischen Strahlung (UV, IR) genauer untersuchen können.
So können zum Beispiel aus diesen Messungen auch Informationen zu der Atmosphäre und zu dem Inneren der beiden Eisriesen gewonnen werden. Und es gibt hier viele interessante Entwicklungen. So deuten neuere Messungen darauf hin, dass beide Planeten eventuell nicht komplett gasförmig sind, sondern im Inneren eine gesteinsförmige Zusammensetzung haben könnten.
In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Informationen, Daten und Hintergründe zu den beiden äußersten Planeten im Sonnensystem, Uranus und Neptun, zusammen.
